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foodwood Fakten – die Erste

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Keine Lust zu lesen? Komm, ich lese den Beitrag für euch vor:

Ok, legen wir auch gleich los.

Viele haben sich gefragt was der Claim (also die Aussage) „für Selberkocher“ eigentlich zu bedeuten hat.

Natürlich ist das auch Teil einer Werbebotschaft. Das Kunstwort „Selberkocher“ gibt es ja nicht wirklich, es bezeichnet  Menschen für die die tägliche Nahrungszubereitung bzw. das Kochen noch fester Bestandteil des Tages sind. Viel zu viele nehmen sich leider keine Zeit mehr dafür, was dann darin endet dass grundlegende Techniken erst gar nicht erworben werden. Wir leben teilweise in einer Convenience-Gesellschaft: Packung auf – Essen fertig. Die Gründe dafür können verschieden sein, manche Menschen haben wirklich einen solch strammen Tagesablauf dass für das Kochen einfach keine Zeit bleibt.

Wenn wir ganz ehrlich sind: Das trifft wirklich nur auf die wenigsten zu, bei vielen ist es einfach Faulheit oder Unwissen.

Aber das soll ja nicht Bestandteil dieses Beitrags sein. Wer schon mal in einer Gastro-Küche war und dort Köche beim Schaffen beobachten durfte, hat sicherlich Unterschiede zur eigenen Arbeitsweise festgestellt. Nicht nur die handwerkliche Arbeit unterscheidet sich, sondern auch die Ausstattung. Es herrscht richtig Hektik und es ist schon eine Kunst in der Hitze des Gefechts den Überblick zu behalten. Es gibt nur wenige Berufe die so hart für ihr Geld arbeiten müssen – tiefsten Respekt dafür an dieser Stelle.

Das hat natürlich zu Folge dass alles etwas rustikaler sein muss. Die Tische bestehen aus Edelstahlblech – einfach zu reinigen und unempfindlich. Nein, das trifft es nicht ganz. Passender wäre: „es ist nicht schade drum wenn was dran kommt“. Bei der Taktzahl die da herrscht, hat der Koch wahrlich besseres zu tun als sorgsam auf empfindliche Ausstattung acht zu geben. „Gastronomie geeignet“ könnte man demnach als ein Qualitätsmerkmal betrachten da es eine gewisse Robustheit verkörpert. Geräte sind stabiler gebaut da sie viel mehr Masse bewältigen müssen, mindestens 8 Stunden am Tag. Schneidebretter sind in den meisten Fällen einfach Kunststoffplatten. Scharfkantig, ohne Füße an der Unterseite (von verstellbar ganz zu schweigen) damit man sie drehen kann. Gegen das Rutschen auf den Tischen liegt einfach ein nasser Spüllappen drunter. Da die Tischfläche aus Blech besteht ist diese auch nicht sonderlich eben. Das wackelnde Brett wird so akzeptiert wie es ist. Funktioniert auch „irgend wie“…

Zuhause hat man aber keine Edelstahl-Tische fürs Grobe, sondern die Küche wird zum Wohnraum mit Gebrauchsmöbeln. Unterschränke mit Schubladen, dicke Arbeitsplatte drauf. Diese aus Granit, Holz, Hochdrucklaminat oder Mineralwerkstoff wie Corian oder Avonite.

Die Fronten der Küche sind edel oder sollen so wirken. Manchmal sogar aus Glas oder Massivholz-Rahmen mit Füllungen. Einfach ein ganz anderes qualitatives Niveau als in der Gastro-Küche wo alles am besten mit dem Schlauch gereinigt werden kann. Passt zuhause das Kunststoff-Brett mit Spüllappen hinein oder will das jemand haben? Wohl kaum.

Die qualitativen Anforderungen in Bezug auf Haltbarkeit sind in diesem Umfeld nicht nur die gleichen wie bei den Profis, sonder gehen sogar über diese hinaus. Kaputt ist gefühlt früher, was im Alltag der Gastronomie noch gut ist wird zuhause zum Schandfleck. Die Ästhetik gewinnt an Bedeutung und soll auch dauerhaft erhalten bleiben. Man hat im Normalfall weniger Platz zur Verfügung und muss mit handelsüblichen Reinigungsmethoden auskommen. Nicht zuletzt fallen Probleme und Schwachstellen auf die in einem gastronomischen Alltag oft keine Rolle spielen. Vielleicht wissen auch viele Profis nicht dass man es auch einfacher haben kann.

Oft glauben die Leute es gäbe ein Gefälle in den Anforderungen von Profis und Hobbyköchen. Da Gegenteil ist der Fall – zuhause müssen manche Dinge einfach besser sein. Unser Ziel als Hobbykoch war es nun diese Belange mit zu berücksichtigen. Wie lässt sich etwas gut reinigen? Wie kann man Produkte schaffen die gut aussehen und die sich integrieren lassen? Von welchen Features hat der Hobbykoch etwas? Wie lassen sich eventuell defekte Teile austauschen? Wie ist etwas besonders lange haltbar? Spezielle Gastro-Produkte sehen oft zu clean aus und reine „Wohnraumprodukte“ sind nicht unbedingt dauerhaft.

Da wir zuerst die Original-Serie entwickelten und erst dann auf der Suche nach einem Markennamen waren, orientierten wir uns dementsprechend an diesen Fakten. Wir wollen keine Menschen in ihrer Arbeitsweise umerziehen, sondern nehmen Rücksicht auf die bisherigen Gewohnheiten.

In diesem Sinne…

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