Holzöl getrocknet
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Schneidebrett Holz ölen

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Oh je ganz viel Text und keinen Bock so lange zu lesen? Macht nichts, dann lese ich den Beitrag auch gerne vor!

Kann man mit Speiseöl ein Holzbrett ölen ? Wir lüften das Geheimnis: Danach werdet ihr verstehen ob,warum, weshalb und wieso was geht und was nicht 

Ja, über das Thema wurde schon ganz viel geschrieben und man könnte meinen das hier gerade die Gretchenfrage gestellt wird. Die Antwort könnte man jetzt mit ja oder nein beantworten, aber damit würde man jeweils 90% der Fakten unter den Teppich kehren. Versucht man im Netz an Informationen zu kommen scheint die Sache schnell klar. Aber ganz ehrlich? Wenn das alles wirklich so einfach wäre könnte man ja Speiseöl auch auf den Fußboden und die Möbel schmieren. Genau, wer braucht schon teure Öle wenn es auch angeblich das Sonnenblumenöl für ein Euro aus dem Discounter richten kann?

Ok, werden wir mal wieder ernst und lassen den ironischen Ton. Aber vielleicht geht dem ein oder anderen jetzt ein kleines Licht auf: Öl ist nicht gleich Öl. Damit man den Einstieg überhaupt in das Thema findet muss man unterscheiden was man erreichen möchte, denn eine allumfassende Musterlösung gibt es eigentlich nicht. Da wir ja beim Thema „Schneidebrett Holz ölen“ sind geht es vermutlich den meisten darum das Holzbrett vor Verunreinigungen – also Flecken durch Lebensmittel – zu schützen. Es gibt zwar noch viele andere Aspekte einer Oberflächenbehandlung, aber das hier ist das wohl der vorrangigste – auf die restliche Punkte komme ich nachher zu sprechen.  Die erste wichtige Kernfrage lautet also:

Will/brauche ich dauerhaften oder nur kurzzeitigen Schutz?

Ja, genau das ist die Frage die es zu klären gilt.  Jetzt dürfte die häufigste Antwort „natürlich dauerhaft“ lauten, und genau da gibt es auch schon das erste Verständnisproblem.  Denn es gibt kein Öl dass beides kann.  Hm, wie kann man das am besten erklären?  Fange ich mal so rum an: Holzbretter werden ja nach Gebrauch gespült. Deshalb gelten hier die gleichen Gesetze wie auch bei allen anderen Gegenständen die gespült werden. Eines davon lautet: Speiseöl lässt sich mit warmem Wasser und Spülmittel abwaschen.  Sollte jedem bekannt sein und auch keinen mehr überraschen. Die gute Nachricht: Dadurch wird Geschirr wieder sauber. Die schlechte Nachricht: Das funktioniert leider auch bei Holzoberflächen.

Aber wieso? Das Öl trocknet doch auf dem Holz.

Überraschung: Das sieht nur so aus, denn in Wirklichkeit zieht es ein. Nur weil sich die Oberfläche trocken anfühlt bedeutet das nicht das auch das Öl trocken ist. Schon mal einen Salatteller über Nacht auf der Spüle stehen gelassen weil man abends keinen Bock mehr hatte? Das hat wohl jeder. War das Öl am nächsten Tag noch flüssig oder trocken? Genau. Oder die eingeölte Pfanne als anderes Beispiel…bildet sich da eine feste Oberfläche? Nö. Jetzt wissen wir also schon mal 2 Sachen: Speiseöl trocknet nicht (was auch gut ist) und es lässt sich abwaschen.

Was bedeutet das denn jetzt für Holzbretter?

Reibt man Speiseöl auf ein Holzbrett zieht es eine bestimmte Tiefe ein und bleibt dort. Wird das Brett dann gewaschen/gespült, wäscht man das Öl dann wieder oberflächig aus und es verbleiben unter Umständen Reste im Holz da das Öl aber im Normalfall etwas tiefer eindringt. Das ist als ob man ein Polster versaut und die Flecken einfach nicht weg bekommt da sie zu tief sind. So weit so klar. Die Frage lautet jetzt ob die Ölrückstände schlimm sind. Für die Erklärung ist es egal ob es sich nur um Rückstände handelt oder das Brett gerade frisch geölt wurde. Was passiert mit Öl dass zu lange gelagert wurde? Richtig, es wird ranzig. Dabei spielt es keine Rolle ob die Flasche nach Anbruch verschlossen war oder nicht. Ranziges Öl riecht komisch und schmeckt auch ganz scheußlich, denn es ist im Prinzip verdorben. Speiseöl (vor allem die nativen, also kalt gepressten) enthält zwar Inhaltsstoffe die förderlich für die menschliche und tierische Gesundheit sind, aber auch recht sensibel in Sachen Haltbarkeit. Das gleiche passiert im Holz, denn da ja nichts trocknet hat das Öl den gleichen Zustand wie in der angebrochenen Flasche. Es kommt in Kontakt mit Sauerstoff und anderen Bakterien die es verderben lassen. Mit anderen Worten: Das Brett fängt an zu stinken, hat jeder mit Sicherheit schon einmal live erleben dürfen – das ist wirklich nicht lecker.
Jetzt könnte man meinen das Problem damit zu lösen in dem man das Öl gar nicht so lange im Holz verweilen lässt sondern gleich nach Gebrauch auswäscht. Also Brett VOR dem Benutzen einölen und danach gleich wieder spülen. Das wäre theoretisch eine Option, aber man schafft es ja nie alles Öl zu entfernen (der Vergleich mit dem Polster) und zudem ist das eine unheimliche Belastung für das Holz wie wir gleich noch sehen werden.

Warum Speiseöl verdirbt

Wie bereits erwähnt verdirbt Öl bzw. wird ranzig. Aber warum ist das so? Ganz einfach: Öl enthält neben Fette auch Enzyme, Schleimstoffe und diverse Eiweiße. Das was da aus Nüssen und Pflanzen gewonnen wird ist also ein Cocktail aus verschiedenen Substanzen. Als Lebensmittel ist das prima vor allem bei nativen Ölen. Das sind im Normalfall die teureren welche auch intensiver schmecken. Leider sind auch diese nicht so hoch erhitzbar, eben wegen der reichhaltigeren Inhaltsstoffe die ab einer bestimmten Temperatur bitter werden. Damit das bildlich klar wird kann man das am besten mit Butter erklären, denn wir sind hier ja unter Hobbyköchen; der Vergleich sollte also jedem klar sein.
Butter verdirbt schnell und verbrennt auch in der Pfanne. Schuld daran ist der Milchzucker, das Milcheiweiß und das Wasser. Das man das teilweise mit Nussbutter (gebräunte Butter) aufgrund des Aromas sogar möchte steht hier nicht zur Debatte. Jeder kennt aber Butterschmalz,  was ist im Prinzip gereinigte Butter ist. Dieses ist länger haltbar und auch höher erhitzbar da es so gut wie keine Inhaltsstoffe mehr enthält die verbrennen können. Die noch reinere Form – also echtes Butter-Reinfett nennt man Ghee und wird viel in der indischen Küche verwendet. Es ist auch als Grundlage für Salben und Cremes zu gebrauchen und quasi unbegrenzt haltbar. Wird es allerdings durch Bakterien kontaminiert (unsauberes Küchenwerkzeug, schmutzige Hände) ist auch hier schnell Feierabend.

Genau das ist das Problem: Gereinigte Öle und Fette sind trotzdem anfällig fürs Verderben da sie ja spätestens auf dem Brett mit Lebensmitteln in Kontakt kommen die das fördern würden. Deshalb ist es sinnvoll nichts als Schutz verwenden zu wollen das:

  • von alleine verdirbt (ranzig wird)
  • was bei Kontakt mit Lebensmitteln verderblich ist
  • oder nicht aushärtet und deshalb ausgewaschen werden kann

Hier gibt es zwar eine spezielle Ausnahme bei den ersten beiden Punkten, aber dazu komme ich später.

Vorher – weil jetzt der perfekte Zeitpunkt dafür ist – nur wirklich ganz kurz etwas technisches um den Rest besser verstehen zu können. Wir kennen jetzt also Öle die nicht aushärten. Ist es von Seiten des Holzes denn überhaupt notwendig das Öl trocknet?

Der Vorteil einer durchgetrockneten Oberfläche bzw. was man davon hat

Sagen wir es mal so: Dort wo Öl hinein zieht kann im Gegenzug kein Schmutz haften. Härtet das Öl nicht aus zieht es immer weiter ins Innere und die Schutzmauer an der Oberfläche wird dadurch „löchrig“. Härtet das Öl hingegen aus bleibt die Blockade bestehen. Das ist dann wie ein mit Beton verstopftes Rohr durch das nichts mehr durchfließen kann. Naja, um genau zu sein sind ausgehärtete Öle noch ganz leicht durchlässig, das müssen sie auch sein da es sich ja um Holz handelt. Der Vorteil besteht nun darin dass man die äußeren Einflüsse stark abbremst. Das Holz nimmt also viel weniger Wasser auf und gibt es auch langsamer ab. Das ist gut, denn so verursachen die allermeisten Wasserattacken keinerlei Wirkung. Da man sich Holz wie ein Bündel voller Strohhalme vorstellen kann ist der Schwachpunkt immer dort wo die Öffnung der Halme ist, denn dort kann Wasser schnell rein und wieder raus. Und exakt das ist der Grund warum auch an diesen Stellen das Holz zuerst beginnt zu reißen. Dieses „Hirnholz“ oder „Stirnholz“ wird bei vielen Bauteilen im Außenbereich separat geschützt, z.B. bei Zaunpfählen mit speziellen Abdeckungen. Für Anstriche im Freien gibt es auch extra Versiegelungen, spezielle „Hirnholzversiegelung“, z.B. wenn es darum geht das Gartenhaus zu streichen. Solche drastische Maßnahmen sind für den Innenbereich – ergo Schneidebrett – nicht unbedingt erforderlich, da reicht normal eine mehrfache Behandlung mit Öl. Man hat ja keine extreme Witterungseinflüsse oder Temperaturen wie im Freien. Aber warum wird Öl hart bzw. warum andere nicht?

Warum Öl überhaupt aushärtet

Ok, jetzt wird es konkret: wir wissen ja das Öl verdirbt. Um nicht diesen Klotz am Bein zu haben gibt es bestimmte Prozesse das Öl zu reinigen. Denken wir an  das Beispiel mit der Butter. Zuerst sollte man wissen das pflanzliche Öle in drei Kategorien unterteilt werden; nämlich nicht trocknenden, halb trocknenden und trocknenden – auch fette Öle genannt. Die Bezeichnung „trocknen“ meint bei Öl nicht das Verdunsten eines Lösemittels bei dem ein Feststoff zurückbleibt. Trocknung heißt bei Öl die Aushärtung durch Aufnahme von Sauerstoff, also Luft – auch Oxidation genannt. Das was bei Speiseölen für das Verderben verantwortlich ist, ist auch der entscheidende Faktor für die Trocknung. Da aber nichts mehr im Öl ist was verderben kann hat man einen reinen Ausgangsstoff. Warum einige Öle jetzt besser trocken können als andere hängt damit zusammen wie hoch der Anteil an ungesättigten Fettsäuren ist. Die meisten dachten jetzt bei dem Begriff an gesund und ungesund und das stimmt auch. Öl mit zu wenig ungesättigten Fettsäuren kann nicht aushärten und bleibt bestenfalls klebrig. Ein Kandidat der das richtig gut kann – also mit ganz vielen ungesättigten Fettsäuren ist Leinöl.  Je höher dieser Anteil ist, desto mehr steht für den chemischen Prozess – also der Trocknung zur Verfügung.

Für alle Freaks: Dabei lösen auf atomarer Ebene die Sauerstoffatome aus der Luft an den Ölmolekülen (Triacylglycerine) eine Vernetzung (Polymerisation) untereinander aus. Das Ergebnis ist bei Leinöl als Linoxin oder Linoxyd bekannt und der Ausgangsstoff für Linoleum (Bodenbelag)  und Linkrusta (Wandverkleidungen, früher schon sehr teuer). 
Um die Aushärtung  von geeigneten Ölsorten (wobei Leinöl den Hauptanteil stellt) zu beschleunigen werden diesen oft noch Trocknungsstoffe (Sikkative) zugesetzt, denn Zeit ist bekanntlich Geld. Nach der Trocknung sind diese abgebaut und faktisch nicht mehr vorhanden. Sie dienen also nur als Helfer für den Prozess. Ausgehärtetes Öl hat die Konsistenz von Folie, man kann sich also gut vorstellen das da nur schwer Wasser durchkommt.

Ok, so weit so gut. Wars das jetzt? Welche Alternativen habe ich denn?

Sinnvoll ist also eine durchgetrocknete Ölschicht damit das Holz nicht direkt alles verarbeiten muss. Dazu gibt es verschiedene Produkte von verschiedenen Herstellern. Um die Entscheidung zu erleichtern was für einen geeignet ist hier mal eine kurze Übersicht:
Geeignete Öle für den Kontakt mit Lebensmitteln ganz ohne Zusätze sind:

  • gereinigtes Leinöl (Lackleinöl)
  • raffiniertes Walnussöl und
  • Mohnöl

Diese drei haben den bereits erwähnt hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren und sind lebensmittelecht, brauchen aber ihre Zeit zum aushärten. Daneben gibt es spezielle Öle auf Leinölbasis mit Sikkativen und anderen Inhaltsstoffen wie z.B. Baumharze. So etwas benutzen wir für unsere Produkte da es zusätzlich noch antibakteriell wirkt, das heißt die Oberfläche ist nach 2-3 Stunden keimfrei.

Eben war noch die Rede von Öle die nicht aushärten aber gereinigt sind und deshalb nicht verderben. Gemeint war das im asiatischen Raum verwendete Kamelienöl . Hauptsächlich wird es zur Vorbeugung von Rost an Messerklingen eingesetzt, in Japan aber auch für Schneidebretter.  In nordischen Ländern ist Paraffinöl (mineralische Basis) verbreitet, hierzulande unter dem Begriff „medizinisches Weissöl“ in der Apotheke erhältlich. Bei beiden gilt das keine widerstandsfähige Schicht, sondern lediglich durch Blockade das Eindringen von Fremdstoffen verhindert wird. Hier hat man allerdings wieder den Nachteil dass das Öl ausgewaschen werden kann. Über den Sinn muss sich also jeder selbst seine Gedanken machen.

In diesem Sinne…

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foodwood Fakten – die zweite

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Keine Lust zu lesen? Komm, ich lese für euch vor :

Produktdesign…eigentlich ein heikles Thema, zumindest wenn man Vorgaben von Außen zu erfüllen hat.

Nicht umsonst gibt es das ganze als Studienfach. Aber man muss bei der Entstehung einer Form unterscheiden ob es sich um jemanden handelt der Auftragsarbeiten nach bestimmten Kundenvorgaben zu erfüllen hat – wie z.B. Zielgruppe, Preisniveau –  oder ob man sein eigenes Ding macht. Grundsätzlich hat jeder Mensch die Fähigkeit Schönheit zu erkennen, das ist uns in den Genen verankert. Selbstverständlich spielt auch der persönliche Geschmack eine Rolle, aber im Groben wird jemand eine Sache – die die Mehrheit als schön empfindet – zumindest nicht als absolut hässlich einstufen. In sofern gibt es schon einen gemeinsamen Nenner in Sachen „optischer Attraktivität“.

Wenn wir / ich ganz ehrlich sein darf: ich habe absolut keine Ahnung bzw. keine genaue Vorstellung davon wie die konventionelle oder schulische Herangehensweise bei der Gestaltung ist. Mag sein das ich richtig liegen würde wenn ich ins Blaue tippe, ich kann aber auch komplett daneben hauen. Wir sind hier aber nicht bei „Rate mal mit Rosenthal“ , in sofern erspare ich mir und euch wilde Spekulationen.

Was aber den einen oder anderen interessieren dürfte ist die Story wie wir unsere Produkte entwickeln – zumindest wurden wir schon häufiger danach gefragt.

Einfach ausgedrückt gehen wir die Sache rückwärts an. Es steht dadurch nicht das Design im Vordergrund, sondern eher die Konstruktion. Die wiederum ergibt sich durch die Anforderungen. Wir haben also zuerst eine Idee was ein Produkt – in unserem Fall etwas das mit Schneiden zu tun hat – können sollte bzw. was der genaue Verwendungszweck ist. Nehmen wir als Beispiel die Tranchier-Serie:

Ziel war es ein Produkt zu schaffen was theoretisch Unmengen an Flüssigkeit aufnehmen kann. Wer braucht so etwas? Nicht zwingend der Privatmann, sondern ein Caterer. Warum? der hat viele Portionen zu schneiden da viele Leute bei ihm essen wollen. Jetzt die Frage wo das passiert? Na dort wo er hinbestellt wird. Und wo ist das? Meist dort wo keine Infrastruktur steht. Bedeutet also es wird an Ausstattung genommen was da ist. Das sind oft Bierbänke oder handelsübliche Esstische. Damit ist das Problem für den Auftraggeber gelöst. Doch, wie hoch sind denn diese Tische? 90cm – wie zuhause die Küchenarbeitsplatte? Also ich habe noch keinen Bier-oder Esstisch in dieser Höhe gesehen. Zwischen 70 und 75 Zentimeter ist die Antwort. Mit anderen Worten: Da soll jetzt also jemand stundenlang gebückt an einem niedrigen Tisch stehen und arbeiten? Geht sicherlich wenn der Koch 1,45 m groß ist. Ich hoffe ihr versteht die Ironie dahinter.

Also haben wir schon einmal die erste wichtige Anforderung „Schnittfläche soll bei ca. 90 cm liegen“. Man muss wirklich kein mathematisches Genie sein um dann eine Gesamthöhe von 15 cm zu ermitteln (75+15=90).

Damit ein großes Fleischstück oder einen halbe Wassermelone darauf Platz findet sind 60 x 40 cm Fläche ausreichend, das sind Maße die sich bereits bewährt haben. Da braucht man das Rad wirklich nicht neu zu erfinden, wohl aber bei der Platte bzw. dem Thema „Saftablauf“. Wenn man sich mal von bisherigen Lösungen geistig komplett befreit und die Hauptfunktion auf das einzige Thema „Flüssigkeitsabführung“ reduziert, würde wohl kaum jemand auf eine Saftrille kommen. Diese ist viel zu klein und vor allem gibt es 2 Nachteile. Einmal muss die Brühe zuerst auf der Fläche so hoch stehen damit die Oberflächenspannung überwunden wird und überhaupt etwas Richtung Rille läuft. Zweitens funktioniert das auch nur dann halbwegs kontrolliert wenn die Fläche gerade ist. Nur zur Info: Wasser läuft immer automatisch in die Waage. Steht der Untergrund schief läuft folglich alles in eine Ecke. Bretter mit umlaufender Saftrille sind demnach eine nette Annahme eines perfekt ebenen Untergrundes – also zu 99% blanke Theorie. Logisch hingegen ist ein Ablauf wie in einer Wanne, also in der Mitte. Damit das möglichst schnell passiert sollte die Fläche ein Gefälle Richtung Ablauf haben. Wenn man dann noch die Eigenheiten des Materials berücksichtigt und etwas optisches Feingefühl walten lässt, kommt man auf eine Plattendicke von 40 mm. Wäre das auch mit einer 30 mm Platte zu realisieren? Nicht wirklich, da diese dann leicht durchhängt. Und ehrlich? Eine Platte von 60 x 40 cm und 3 cm Dicke sieht komisch aus. Eine einfache Formel ist, das man ein Zehntel der kleinsten Kantenlänge des größten (zentralen) Bauteils nimmt. Das sind in diesem Fall 4 cm. Platte war also fertig, Löcher in die Mitte und gut. Diese sollen/müssen gut an der Innenseite zu reinigen sein, keiner will alte Fettreste vom Vorgänger. Also Finger gemessen und 20 mm Durchmesser für ausreichend befunden. Übrigens ist das auch die Hälfte der Plattendicke 😉

Die Gestellhöhe war ja im Vorfeld festgelegt und durch den Einsatz von GN-Behältern (von jedem zu beschaffen) bestimmte Dimensionen einfach vorgegeben.

Jedes Detail zu erläutern würde jetzt bei weitem den Rahmen sprengen. Nur soviel…wenn etwas eine bestimmte Stabilität haben soll bleiben oft nur wenige Auswahlmöglichkeiten. Die Vielfalt besteht immer nur dann wenn Kompromisse – nein eher Abstriche – gemacht werden. Soll etwas zerlegbar sein (warum auch immer) braucht man Metallgewinde. Holzschrauben drehen sich ins Holz bzw. suchen sich ihren Weg. Wenn diese einmal ausgedreht wurden und nicht 100% der Gewindegang beim nächsten Eindrehen wieder getroffen wird, zerschneidet sich der vorhandene Gewindegang und die Schraube ist „durchgedreht“.  Alleine durch diese eine Erkenntnis wird der Weg maßgeblich geprägt. Das klingt alles sehr easy, aber der Teufel steckt oft im Detail. Der reine Gebrauchsentwurf ist oft schnell fertig. Dieses Produkt würde im Prinzip die ihm angedachte Grundfunktion erfüllen, sieht aber nicht wirklich toll aus. Doch dann geht erst die eigentliche Arbeit los. Optisches nachkorrigieren um dann ggf. festzustellen das bestimmte Teile so nicht zu fertigen sind. Erst wenn alles passt und uns nichts mehr einfällt was in der Praxis hinderlich sein könnte wird der Prototyp gebaut. Passt auch der in einem Langzeittest geht es in Serie.  Bei uns ist es also im Grunde so das das Design von der Qualität des fertigen Produkts bestimmt wird. Deshalb tragen wir auch seit kurzem den Claim „form follows quality“ da wir das passender fanden.

Kambium PE Saftseite 1920
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Verlorene Wette

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Ab und an lassen wir uns auch mal zu komischen Sachen hinreißen, zu einer Wette zum Beispiel.

Nun, was soll ich sagen – leider verloren. Der Wetteinsatz bestand darin dass ich einen Kundenwunsch erfüllen muss der nichts mit Holz zu tun hat. Foodwood ohne „wood“? Hä?

Nein, ich bin kein Masochist. Aber Wettschulden sind Ehrenschulden. Im Vorfeld muss ich vielleicht erklären dass besagter Kunde immer schon Gefallen an der Kambium-Serie hatte. Die gibt es mittlerweile schon über ein Jahr, dabei fällt mir gerade eines auf: sie wurde noch nie im Blog vorgestellt. Das werden wir demnächst mal nachholen, gibt ja einige tolle „features“ die lohnen gezeigt zu werden.

Funktional gesehen hat das Teil ja einiges zu bieten… zweiseitig nutzbar (wie alle unsere Produkte) eine Seite mit abfallender Saftrinne, die andere glatt, also ohne. Insgesamt 10 cm Arbeitshöhe und eine GN-Schale mit 40mm Tiefe kann eingeschoben werden. Zudem kann durch die Füße die Neigung des Konstrukts angepasst werden; sei es um Unebenheiten auszugleichen oder den Saftablauf zusätzlich zu unterstützen. Auf einer schrägen Fläche schneidet es sich auch irgend wie angenehmer – wobei das eher subjektiv ist. Kurzum alles was man braucht, das Teil kann eigentlich alles. Jetzt mal unabhängig von der Holzkonstruktion bzw. Materialwahl – das ist ein Thema für sich und auch nicht wirklich für jeden interessant. Für die meisten ist Holz gleich Holz und nicht jeder versteht den (qualitativen) Unterschied zwischen fertigen Leimholzplatten (die auch oft noch in der Länge angestückelt werden was man dann als „keilgezinkt“ bezeichnet) und fachlich ordentlicher Arbeit. Ja, man kann auch Holzbretter bauen die nicht gleich Risse bekommen, krumm werden oder an den Enden aufgehen.

Back to topic…zumindest gibt es Leute die Kunststoff hygienischer finden. Diese Frage was nun stimmt lässt sich nicht wirklich mit ja oder nein beantworten. Fakt ist aber dass es für manche Zwecke besser ist Kunststoff zu benutzen. Einer wäre zum Beispiel wenn das Brett mehrmals täglich gespült wird. Holz nimmt dann einfach zu viel Feuchtigkeit auf und wird zum Bakterienherd. Lässt man Holz danach wieder trocknen (ca. 10% Holzfeuchte) dezimiert sich die Keimzahl. Durch tägliche Benutzung hat das Brett aber keine Zeit zum trocknen. Ein Teufelskreis…

Aber ich schweife ab. In der Tat ist das Thema eine ausführliche Reportage wert und ich muss gestehen das es mir schon lange in den Fingern juckt das Thema mal ausführlich zu erläutern. Steht also auf der Agenda.

Ein Vorteil von Kunststoff ist die Beständigkeit. Nicht der billige geschäumte Mist, sondern der für technische Anwendungen. Ja, richtig – es wurde nie ein Kunststoff für Schneidebretter entwickelt sondern nur zweckentfremdet. Normal wird dieser für Apparatebau verwendet. Gemeint ist PE (Polyethylen), selbst da gibt es nochmals Unterschiede. Wir verwenden z.B. eine sehr dichte Sorte mit der Bezeichnung PE500 HD (oder auch HMW). Dieser nimmt faktisch kein Wasser auf und kann deshalb dauerhaft unter Wasser eingesetzt werden. Was nichts anderes bedeutet als das er beliebig oft in der Spülmaschine gewaschen werden kann ohne Eigenschaften einzubüßen.

Doch so weit ist Holz und Kunststoff gar nicht auseinander, zumindest was die Verarbeitung betrifft. Der Beruf des Tischlers zählt schon lange zum „Holz und Kunststoff verarbeitenden Handwerk“, also alles im grünen Bereich. Holzleime bestehen ja auch aus Kunststoff, und Lacke, und diverse Oberflächenmaterialien wie HPL etc…

Wo waren wir? Achso, ja genau – Beständigkeit. Für besagten Kunden lag es also nahe die Vorteile von Material und Konstruktion miteinander zu verbinden. Auf die Idee war ich zwar auch schon gekommen, aber wegen dem fehlenden „wood“ fand ich das immer komisch und habe es bislang auch abgelehnt. Gut, Wette verloren (um was es dabei ging erspare ich lieber, das bewahrt mich vor weiteren Peinlichkeiten 😀 )

Die Bearbeitung des Materials war kein Problem. Was hier zusätzlich ging war eine Ausfräsung bis an die Hinterkante der Saftrinne, wodurch sich Schnittgut direkt in die Schale schieben lässt. Beim Holz-Kambium ist dafür die Seite ohne Rinne gedacht, hier geht es also beidseitig. Falls sich jetzt jemand fragen sollte warum das bei Holz nicht geht hier die absolute Kurzfassung: Beim Kambium würde man die Hirnleiste – welche dafür sorgen soll dass das Brett sich nicht verzieht – an dieser Stelle schwächen. Aus 45mm Breite würde man durch die Ausfräsung noch 20 mm machen und bekanntlich sägt man ja besser nicht den Ast ab auf dem man sitzt.

Unterm Strich war der Kunde zufrieden. Jetzt wo ich mich zwangsweise mit dem Thema „Kunststoff total“ auseinander setzen musste finde ich leichten Gefallen daran. Ich meine die Idee ist ja nicht schlecht…man hat 3 Teile die man einfach mit 2 Schrauben zusammen schraubt und kann alles relativ platzsparend in der Spülmaschine waschen. Macken fallen bei dem Material auch nicht auf wenn es mal rustikaler wird. Für mich sind Beulen auf Holz nicht schlimm, für manche Kunden von uns schon. Hängt vielleicht damit zusammen dass ich an der Quelle sitze und das ganze nicht so emotional betrachte.

Aber letztlich glaube ich dass das Teil seine Anhänger finden wird…sind ja alle Größen machbar und alle als Plattenmaterial erhältlichen Farben.

Nur mit dem Namen passt das dann nicht mehr so ganz 😉

In diesem Sinne…

 

Kambium PE zoom 1920 Kambium PE Glattseite GN ausgezogen 1920 Kambium PE Einzelteile 1920 Kambiuzm PE verstellbare Fuesse 1920 Kambium PE Mittelgewinde 1920

foodwood fakten 1
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foodwood Fakten – die Erste

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Ok, legen wir auch gleich los.

Viele haben sich gefragt was der Claim (also die Aussage) „für Selberkocher“ eigentlich zu bedeuten hat.

Natürlich ist das auch Teil einer Werbebotschaft. Das Kunstwort „Selberkocher“ gibt es ja nicht wirklich, es bezeichnet  Menschen für die die tägliche Nahrungszubereitung bzw. das Kochen noch fester Bestandteil des Tages sind. Viel zu viele nehmen sich leider keine Zeit mehr dafür, was dann darin endet dass grundlegende Techniken erst gar nicht erworben werden. Wir leben teilweise in einer Convenience-Gesellschaft: Packung auf – Essen fertig. Die Gründe dafür können verschieden sein, manche Menschen haben wirklich einen solch strammen Tagesablauf dass für das Kochen einfach keine Zeit bleibt.

Wenn wir ganz ehrlich sind: Das trifft wirklich nur auf die wenigsten zu, bei vielen ist es einfach Faulheit oder Unwissen.

Aber das soll ja nicht Bestandteil dieses Beitrags sein. Wer schon mal in einer Gastro-Küche war und dort Köche beim Schaffen beobachten durfte, hat sicherlich Unterschiede zur eigenen Arbeitsweise festgestellt. Nicht nur die handwerkliche Arbeit unterscheidet sich, sondern auch die Ausstattung. Es herrscht richtig Hektik und es ist schon eine Kunst in der Hitze des Gefechts den Überblick zu behalten. Es gibt nur wenige Berufe die so hart für ihr Geld arbeiten müssen – tiefsten Respekt dafür an dieser Stelle.

Das hat natürlich zu Folge dass alles etwas rustikaler sein muss. Die Tische bestehen aus Edelstahlblech – einfach zu reinigen und unempfindlich. Nein, das trifft es nicht ganz. Passender wäre: „es ist nicht schade drum wenn was dran kommt“. Bei der Taktzahl die da herrscht, hat der Koch wahrlich besseres zu tun als sorgsam auf empfindliche Ausstattung acht zu geben. „Gastronomie geeignet“ könnte man demnach als ein Qualitätsmerkmal betrachten da es eine gewisse Robustheit verkörpert. Geräte sind stabiler gebaut da sie viel mehr Masse bewältigen müssen, mindestens 8 Stunden am Tag. Schneidebretter sind in den meisten Fällen einfach Kunststoffplatten. Scharfkantig, ohne Füße an der Unterseite (von verstellbar ganz zu schweigen) damit man sie drehen kann. Gegen das Rutschen auf den Tischen liegt einfach ein nasser Spüllappen drunter. Da die Tischfläche aus Blech besteht ist diese auch nicht sonderlich eben. Das wackelnde Brett wird so akzeptiert wie es ist. Funktioniert auch „irgend wie“…

Zuhause hat man aber keine Edelstahl-Tische fürs Grobe, sondern die Küche wird zum Wohnraum mit Gebrauchsmöbeln. Unterschränke mit Schubladen, dicke Arbeitsplatte drauf. Diese aus Granit, Holz, Hochdrucklaminat oder Mineralwerkstoff wie Corian oder Avonite.

Die Fronten der Küche sind edel oder sollen so wirken. Manchmal sogar aus Glas oder Massivholz-Rahmen mit Füllungen. Einfach ein ganz anderes qualitatives Niveau als in der Gastro-Küche wo alles am besten mit dem Schlauch gereinigt werden kann. Passt zuhause das Kunststoff-Brett mit Spüllappen hinein oder will das jemand haben? Wohl kaum.

Die qualitativen Anforderungen in Bezug auf Haltbarkeit sind in diesem Umfeld nicht nur die gleichen wie bei den Profis, sonder gehen sogar über diese hinaus. Kaputt ist gefühlt früher, was im Alltag der Gastronomie noch gut ist wird zuhause zum Schandfleck. Die Ästhetik gewinnt an Bedeutung und soll auch dauerhaft erhalten bleiben. Man hat im Normalfall weniger Platz zur Verfügung und muss mit handelsüblichen Reinigungsmethoden auskommen. Nicht zuletzt fallen Probleme und Schwachstellen auf die in einem gastronomischen Alltag oft keine Rolle spielen. Vielleicht wissen auch viele Profis nicht dass man es auch einfacher haben kann.

Oft glauben die Leute es gäbe ein Gefälle in den Anforderungen von Profis und Hobbyköchen. Da Gegenteil ist der Fall – zuhause müssen manche Dinge einfach besser sein. Unser Ziel als Hobbykoch war es nun diese Belange mit zu berücksichtigen. Wie lässt sich etwas gut reinigen? Wie kann man Produkte schaffen die gut aussehen und die sich integrieren lassen? Von welchen Features hat der Hobbykoch etwas? Wie lassen sich eventuell defekte Teile austauschen? Wie ist etwas besonders lange haltbar? Spezielle Gastro-Produkte sehen oft zu clean aus und reine „Wohnraumprodukte“ sind nicht unbedingt dauerhaft.

Da wir zuerst die Original-Serie entwickelten und erst dann auf der Suche nach einem Markennamen waren, orientierten wir uns dementsprechend an diesen Fakten. Wir wollen keine Menschen in ihrer Arbeitsweise umerziehen, sondern nehmen Rücksicht auf die bisherigen Gewohnheiten.

In diesem Sinne…

Mr und Mrs foodwood004
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Wir sind zurück

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Keine Lust zu lesen? Komm, ich lese den Beitrag vor:

Irgend wie hatten wir dieses Blog fast vergessen. Ja genau, die zwei auf dem Foto da.

Naja, nicht wirklich – sagen wir einfach es gab größere Prioritäten innerhalb foodwoods. Zudem wussten wir auch nicht wirklich was wir hier die ganze Zeit hätten schreiben sollen. Irgend wann ist man auch vom Kopf her leer nachdem man sich um Vertrieb und neue Produkte gekümmert hat.  Das ist der Unterschied zu reinen Bloggern, die stellen ja in dem Sinn keine Produkte her, sondern haben eigentlich nur eine Sache zu betreuen. Allerdings selbst diese betonen immer wieder wie viel Arbeit das ganze denn ist.

Wir geben dem Recht, das sieht immer so lax aus einfach mal über was zu schreiben oder ein Video hochzuladen. Aber es kommt ja auch auf den Inhalt an. Wir hatten uns dann dazu entschlossen lieber nichts zu machen als irgend einen irrelevanten Unsinn zu verfassen. Facebook ist da zum Glück noch einfacher, da reicht es etwas zu teilen oder kurze Zwischenmeldungen abzugeben.

Kurzum haben wir uns Gedanken gemacht. Im Zuge der Überlegung dass alles etwas persönlicher werden sollte macht sich das Blog natürlich als kongenialer Partner ganz gut.

Künftig wird es hier also richtig Programm geben und wir werden euch mehr Einblicke in foodwood geben.

Das ganze fängt erst einmal zart an – wir müssen uns auch erst einmal daran gewöhnen und Übung bekommen bis wir im flow sind.

Von daher…ran an den Start!

 

Grüße

Michael und Diana von foodwood

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Gib mir Deinen Saft

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Tranchierthermoschwarz

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Wir lesen auch gerne den Beitrag vor:

 

Kommen wir heute nun zur neuen Serie Nummer 2 bzw. wie es zu dessen Entwicklung kam.

Als wir seinerzeit die Original-Serie vorstellten, kam schnell der Wunsch seitens der Gastronomie nach einem größeren Modell auf worauf das 40/60 samt Untergestell entstand. Dieses eignete sich  nun auch für größere Schnittaufgaben in entspannter Haltung. Manche bestellten eine zusätzliche Saftrille mit Auslaufhahn wodurch auch anfallende Flüssigkeit aufgefangen werden kann.

Anfang/Mitte des Jahres trafen wir dann auf den Grill-Weltmeister Thomas Zapp, welcher auch eine Grillschule und einen Catering-Service betreibt. Im Verlaufe des Gesprächs wurde schnell das Problem bzw. der Bedarf erkannt, große Mengen an austretendem Saft abzuführen wenn auf einen Schlag Gäste in Schlangen vor einem stehen und es plötzlich darum geht möglichst zügig das Grillgut aufzuschneiden und das ganze möglichst ohne sich zu versauen. Mit einer herkömmlichen Saftrille kommt man da nicht all zu weit, und repräsentativ sollte es auch noch sein. Achso, reinigungsfreundlich bzw. hygienisch wäre auch nicht schlecht…eben so ein richtiges Arbeitspferd. Mit dem Wissen dass Wasser immer bergab fließt, Symmetrie die Dinge unkompliziert macht und jeder Gastronom genormte GN-Schalen verwendet war die Idee zur Tranchier-Serie geboren.

Eine Konstruktion wie bei der Original-Serie schied wegen der geschlossenen Auflageplatte aus, da es von der Logik her am einfachsten ist die austretenden Säfte mittig nach unten abzuleiten. So muss die Flüssigkeit nicht erst einmal um die gesamte Rille herum fließen (was auch – nebenbei bemerkt – nur dann funktioniert wenn das Brett absolut gerade steht) bevor sie aufgefangen wird. Außerdem besteht ja dann immer noch das Problem das diese durch Kleinteile verstopft werden kann und dadurch trotzdem alles überläuft. Rillen sind auch immer schlechter zu säubern als glatte Flächen – wenn sich dieses Defizit vermeiden lässt hat man auch wieder eine Sorge weniger.

„Nach unten offen“ hieß also die Devise. Die einfachste und beste Lösung bestand also darin eine Platte mit beidseitigem Gefälle zur Mitte hin und Ablauflöchern (wo ein Finger zwecks Reinigung hinein passt) zu konstruieren. So kann nichts verstopfen und die Flüssigkeit immer den kürzesten Weg gehen. Nach einigen Tests sind es dann 15 mm Gefälle geworden und 4 Ablauflöcher. Diese sind so angeordnet das sie jeweils paarweise über GN – Schalen von 1/2 Größe liegen. Betrachtet man deren Füllvolumen zwischen 7 und 8 Litern, reicht das für eine vierstellige Anzahl an hungrigen Gästen  bevor was überläuft. Damit diese leichter im gefüllten Zustand entnommen werden können gibt es passende Ausfräsungen im Rahmen.  Die Rahmenkonstruktion an sich hat noch einen entscheidenden Vorteil: Neben maximaler Stabilität ist die Schneidplatte rundum frei, das heißt es entsteht kein einseitiger Wärmestau was in der Regel ein verziehen nach sich führt. Somit ist die Tranchierstation auch für die Verwendung unter einer Wärmebrücke geeignet. Hat man mal nichts zum zerteilen nutzt man die andere gerade Seite der Schneidplatte wie ein normales Schneidebrett und bleibt somit flexibel.

Die Schnittfläche ist mit 40 x 60 cm absolut ausreichend für so ziemlich alle Aufgaben. Platten aus Kunststoff haben leider die Eigenschaft das sie sich unter Temperaturänderungen ausdehnen bzw. zusammenziehen. Das kann bei dieser Dimension schon einige Millimeter ausmachen. Deshalb erfolgt die Fixierung alleine mittig mittels zwei Klemmschrauben damit es keine Probleme gibt. In der Länge hat die Platte bei 20 °C Raumtemperatur knapp 4 mm Luft um sich später ausdehnen zu können. Als Verbindungsmittel für das Gestell kommen generell Schrauben aus Edelstahl mit M 6 Gewinde zum Einsatz, stellenweise sogar noch 5 mm Bolzen aus Edelstahl und 10 mm Edelstahl-Dübel. Mit anderen Worten: extrem stabil und bei Bedarf beliebig oft lösbar.

Um auch auf extrem unebenem Untergrund arbeiten zu können sind neue Füße entwickelt worden. Diese sind im Durchmesser nun so groß wie ein 1 Euro Stück und bis zu 15 mm in der Höhe verstellbar, der Gewindedurchmesser beträgt stabile 6 mm. Das klingt etwas übertrieben, allerdings gibt es im Outdoor-Bereich so gut wie gar nicht ebene Stellflächen. Irgend wo steht immer etwas schief oder wackelt. Damit lässt sich das Problem leicht beheben.

Da bekanntlich jeder einen anderen Geschmack hat gibt es diesmal 3 Holzarten zur Auswahl. Neben den Dauerbrennern Eiche und Ahorn kommt noch die bewährte Thermoesche dazu, da sie farblich einfach schöner und stabiler ist als das volksgeliebte Nussbaum-Holz. Die Oberfläche ist selbstverständlich wieder antibakteriell geölt, ein Vorteil den viele unserer Kunden zu schätzen wissen. Die Schneidplatten sind diesmal nicht in weiß, sondern in rotbraun und schwarz erhältlich, was den Hintergrund hat,  dass rote Flüssigkeiten – ergo Fleischsaft bzw. Blut darauf weniger hervor stechen.

Mit dieser Tranchierstation ist sowohl stilvolles Tranchieren vor dem Gast möglich, aber auch produktives Arbeiten im Hintergrund – aber eines passiert jetzt garantiert nicht mehr: das der Saft überläuft…

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Weniger ist manchmal mehr

Keine Lust zu lesen?

Wir lesen auch gerne den Beitrag vor…

Nur weil wir hier eine etwas längere Pause hatten heißt das ja nicht automatisch dass wir auch untätig waren…als Arbeitsnachweis haben wir 2 neue Produkte zu verkünden. Einmal wurde ein neues Schneidebrett für dem Heimgebrauch entwickelt – naja, das System wurde schon beibehalten – nämlich Gastrokunststoff auf Silikon-Matte. Geändert hat sich das drumherum. Es ist leichter herzustellen hat aber den gleichen praktischen Nutzen und ist optisch nicht weniger attraktiv. Vor allem ist der Preis (gerade zum Einführungsangebot) um mehr als 50% gefallen. Damit bewegen wir uns jetzt auch im mittleren Preissegment und wollen dadurch mehr Hobbyköchen die Möglichkeit geben unsere Produkte nutzen zu können. Wer auf die Anleimer (aber sonst gleiche Konstruktion der Mittelplatte) und Massivholzteile an den Seiten verzichten kann bekommt mit der neuen Smart-Serie nun ein Schneidebrett das die gleichen Gebrauchsvorteile hat wie die Original-Serie. Selbstverständlich besitzt es ergonomisch die gleiche Höhe und hat sogar ein verbessertes Fußmodell. Die Metallteile sind ebenfalls aus Edelstahl (von dem Niveau wollen wir einfach nicht runter) und schwarz eloxierte Aluminiumteile in knapp 40µ Eloxierdicke (wetterfeste Qualität) ersetzten die Seitenrahmen. Die Fußkufen sind wählbar in den 3 Holzarten Eiche, Ahorn und natürlich Thermoesche. Bei letzterem sind schwarz geölte Kanten in der Standardausführung. Wer diese jedoch in natur will gibt einfach bei der Bestellung eine kurze Nachricht.

Ganz ehrlich? Für 139 Euro als Einführungspreis mit 30 Jahren Garantie ein echtes Knallerangebot. Genug der Worte, hier sind die Bilder…

 

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Anfang nächster Woche gibts dann die Hintergründe für Produkt Nummer 2…

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Wo viel gekocht wird…

Ab sofort kochen die Besucher der Kochkurse bei Lars Schürer in der Sinnreich.TV – Kochschule in Backnang auf Schneidebrettern von foodwood. Für die Kursteilnehmer haben wir uns noch was Besonderes einfallen lassen: Mit der Rezeptmappe erhält jeder zusätzlich einen Gutscheincode mit dem er ein Original 30/40 bei sich zuhause testen kann, und zwar ganze 4 Wochen, kostenlos und unverbindlich. Termine und weitere Infos unter www.sinnreich.tv

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Schneidebrett aus Holz und Kunststoff: exklusiv, leicht zu reinigen und zu pflegen

Ein Video sagt mehr als tausend Worte. Um die Hauptmerkmale der Original-Serie zu zeigen haben wir ein kleines Video gemacht. Dabei geht es nur die Handhabung vom Schneidebrett an sich – das Gestell im einzelnen und weitere Themen behandeln wir demnächst in einzelnen Videos.

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Hallo und herzlich willkommen, mein Name ist Michael. Ich bin heute hier im Foodwood-Atelier, und in diesem kleinen Video möchte ich euch mal was über die Original-Serie von foodwood erzählen ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen – oder anderes ausgedrückt – ich will euch mal verraten warum 95% mit diesem neuartigen Schneidebrett einfacher leichter und entspannter arbeiten und dadurch sofort mehr Spaß beim kochen haben. Warum das wichtig ist? Ganz einfach: das Schneiden ist wohl der Teil vom Kochen der am allerwenigsten Spaß macht.

Exklusive Schneidebretter aus Holz und Kunststoff brauchen diese Eigenschaften

Bevor ich euch erzähle was das besondere an diesem Brett ist, klären wir vielleicht am Anfang mal die Basics die ein exklusives Schneidebrett aus Holz oder Kunststoff überhaupt haben sollte. Da sind immer 3 Sachen Grundvoraussetzung oder sollten Grundvoraussetzungen sein:

Punkt 1 ist dass man eine messerschonende Oberfläche hat. Das haben wir hier, wir haben hier Gastronomiekunststoff d.h. das ist der Kunststoff der in der Gastronomie seit Jahrzehnten als Schneidunterlage eingesetzt wird.
Punkt 2 ist dass man eine Rutschfestigkeit hat, das haben wir hier auch. Man sieht es ja, das steht bombenfest auf dem Untergrund und bewegt sich auch hier drin nicht – also in sich selbst – und
Punkt 3 ist dass das ganze plan (eben) ist und man auch eine gewisse Dämpfung hat wenn man etwas auf dem Brett Plattieren möchte. Das haben wir hier ebenfalls, man sieht und hört es ja wenn hier mal draufschlage: schöner dumpfer Klang und alles bleibt da wo es hingehört.

Schneidebretter aus Gastronomie-Kunststoff sind pflegeleicht und Spülmaschinen geeignet

Jetzt habt ihr hier ein kompaktes Element dass sich auch genauso verhält wie ein einziges massives Teil, aber trotzdem könnt ihr hier – und das ist der erste Clou – die Schneidauflage und die Silikon-Matte hier drunter ganz einfach abnehmen und habt dann 2 handliche Teile die ihr einfach in die Spülmaschine stecken könnt, und nicht – wie es bei dicken Holz-Schneidebrettern oder Kunststoffplatten so ist – einen schweren 5 Kilo oder noch mehr Klotz den ihr dann in ein Spülbecken wuchten müsst um ihn sauber zu machen. Außerdem habt ihr hier zum einen den Vorteil dass ihr diese Schneidauflage zweiseitig verwenden könnt, d.h. ihr habt im Prinzip die doppelte Lebensdauer gegenüber einem Brett mit solchen Antirutschfüßchen an der Unterseite welches man nur noch einseitig benutzen kann – und weil wir hier den Gastronomiekunststoff haben – braucht ihr nur noch ein Brett auf dem ihr alles machen könnt. Das hier verfärbt sich nicht, und wenn das im Gechirrspüler war dann ist das auch absolut sauber. Das heißt also für euch: nicht wir bisher das gute Brett schonen und für Zwiebel oder Fisch billige Brettchen nehmen die man dann häufiger wegwirft, sondern hier drauf könnt ihr alles schneiden.

Die Vorteile eines Hackklotzes aus Holz oder Kunststoff liegt nur in der Erhöhung

Jetzt hab ich hier ja das Untergestell auf dem alles rutschfest aufliegt. Vorteil von so einem Gestell ist für euch dass ihr eine ordentliche Erhöhung auf 7cm habt. Das bedeutet ihr – oder die meisten von euch – steht automatisch gerade bei schneiden und man macht keinen Buckel mehr weil die Arbeitshöhe zu niedrig ist. Heißt im Endeffekt für die Zukunft: immer dann wenn man lange in der Küche steht hat man anschliessend keine Rückenschmerzen. Außerdem ein weiterer Vorteil ist dass ich hier unten einen Luftraum habe bzw. hier passt eine Hand oder ein Teller drunter. Dadurch könnt ihr euch einfach Abfälle oder bereits geschnittene Zutaten ganz einfach auf die Hand schieben. Wenn ihr viel zu schneiden habt: einfach einen normalen Teller drunter und mit dem Messerrücken das Kleingeschnittene draufschieben.

Herkömmliche exklusive Schneidebretter aus Holz müssen oft abgeschliffen werden

Jetzt kommt der allergrößte Unterschied zu allen anderen Schneidebrettern auf dem Markt. Nämlich, durch dass ihr hier nur auf dem Kunststoff schneidet passiert dem Gestell hier nichts bzw. das nutzt sich in diesem Sinn nicht ab. Das bedeutet für euch, dass ihr im Prinzip immer ein exklusives Schneidebrett habt das neuwertig aussieht und es deshalb auch sicherlich gerne als Deko stehen lässt. Vergleicht dazu mal ein Holzschneidebrett – die es auch im dreistelligen Eurobereich gibt – das hat man für viel Geld gekauft und bereits nach kurzer Zeit sieht das in den meisten Fällen schon recht übel aus. Jetzt werden sich vielleicht einige denken: ja, aber was ist wenn hier auch mal was drankommt… Falls dem so sein sollte lautet die Lösung für euch „PFLEGESERVICE“, d.h. im Klartext: ihr bezahlt nur die reinen Portokosten, und das Schätzchen hier kommt fast wieder wie neu zu euch zurück.

Also Zusammenfassung: Was habt ihr von der Original-Serie bzw. was sind die Vorteile gegenüber anderen Brettern: Ihr habt ein exklusives Schneidebrett aus Holz und Kunststoff mit den 3 Grundeigenschaften „messerschonend, rutschfest und Dämpfung“, zudem zweiseitig verwendbar, ihr habt handlicher Teile für die Spülmaschine – also Gastronomie-Kunststoff und Silikon-Matte, ihr habt eine Erhöhung und untendrunter Platz für einen Teller und die Hand, noch gar nicht erwähnt: 30 Jahre Garantie! , und das ganze ist natürlich ziemlich abnutzungsfrei, also jederzeit geeignet als Blickfang für die Küche. Vergleicht das ruhig mal mit anderen Produkten am Markt, aber ich sage euch jetzt schon: In dieser Kombination werdet ihr das sonst so nirgends finden, vor allem nicht in einer kompakten Größe.

Das wars erstmal von mir. Wenn euch das Video und/oder das Schneidebrett gefallen hat, dann klickt hier unter dem Video auf den Link zur Webseite mit weiteren und ausführlicheren Informationen. Wir sehen uns demnächst hoffentlich in einem weiteren Video zu einem anderen Thema wieder. Bis dahin Tschüss, ich bin Michael, hier aus dem Foodwood-Atelier.